Berichte

  • Havel 2022

    Wanderfahrt über die Havelseen rund um Potsdam 1. bis 4.9.2022 (ohne An- und Abreisetag) Alle Teilnehmer waren begeistert. Die weiteste Anreise hatte Alan aus St. Pauls, Minnesota. Er kam mit dem Flugzeug. Maria kam mit dem Fahrrad. Ein Bericht mit vielen Bildern folgt. Das wichtigste gibt es schon jetzt zu berichten: Wolfgang wird auch im nächsten Jahr wieder eine Fahrt organisieren! Bei dieser Wanderfahrt vom 1.9. bis 4.9.2022 (ohne An- und Abreise) erleben wir außer dem Großen Wannsee, den Kleinen Wannsee, den Griebnitzer See und rudern an Potsdam vorbei zum Templiner See. Danach geht es weiter zum Petzinsee, durch den malerischen Wentowgra-ben, eine verwunschene Engstelle, in den Schwielowsee, die Havel entlang die Inselstadt Wer-der zu erreichen. Von dort aus rudern wir über den großen und kleinen Zernsee immer weiter auf der Havel bis nach Deetz und wieder zurück nach Ketzin. Von dort rudern wir dann durch den Sacrow-Paretzer-Kanal über den Jungfernsee nordöstlich von Potsdam zurück zum Wannsee. Am Sonntag steht eine spektakuläre Fahrt über den Wannsee nach Spandau auf dem Programm. Dort „rudern“ wir durch die Kanäle von „Klein-Venedig“ und kehren dann wieder zu-rück zum Ruderverein in Potsdam. (Bei starkem Wind muss diese Fahrt jedoch ausfallen!) Vom Potsdamer Ruder Club Germania, der neben der Liebermann-Villa liegt, werden wir uns 3 Gig-Vierer für maximal 15 Ruderer bzw. Ruderinnen (!) ausleihen. Eine Zusage von Herrn Langer habe ich bereits! Die Gesamtstrecke an allen 4 Tagen, an denen gerudert wird, beträgt knapp 130 km. Die Strö-mung ist sehr gering. Auch werden wir mit der Navigation und dem Bootsverkehr Probleme haben. Deshalb rechne ich mit einer Rudergeschwindigkeit von nur etwa 5 km/h. Das Ein- und Aussteigen geschieht an vielen Stellen nicht über Pritschen, sondern im Wasser (Wasser-schuhe nicht vergessen!). Ein klassischer Landdienst – wie an Flüssen – ist nicht geplant, da die rudernden Teilnehmer von den Etappenzielen jeweils mit Großraumtaxen zum Hotel in Potsdam zurückgefahren wer-den. Stattdessen ist für alle, die nicht rudern ein attraktives Besichtigungsprogramm geplant. Für die gemeinsamen Abendessen habe ich Biergärten ausgesucht, nicht zuletzt wegen der Gruppengröße und der Möglichkeit bei gutem Wetter draußen zu sitzen. Die notwendigen Fahrten versuche ich mit Großraumtaxen zu organisieren. Unser Hotel für die gesamte Zeit wird das Mercure Hotel Potsdam City (Lange Brücke, 14467 Potsdam, T: +49 331 2722, F: +49 331 272233, info@mercure-hotel-potsdam.de ) sein. Es liegt unmittelbar an den Havelterrassen zwischen Hauptbahnhof (400 Meter), Stadtschloss und Nikolaikirche. A. Ruderprogramm Mittwoch. 31.8.2022Individuelle Anreise19:00Eintreffen im Hotel und gemeinsames AbendessenDonnerstag, 1.9.2022Ruderdistanz = 29 km8:00Abfahrt zum Ruder Club Germania am Wannsee, Am Großen Wannsee 46, 14109 Berlin9:00-10:00Übernahme der Boote10:00Abfahrt über den Kl. Wann­ see, Griebnitzsee zur Pots­damer Ruder-Gesellschaft (Olympia-Regattastrecke) (18 km)Kurze Pause Strandbad Ba­belsberg (9 km) möglich13:00Anlegen bei der Potsdamer Ruder-Gesellschaft (Olym­ pia-Regattastrecke)Mittagspause in Märker-Bowling, Zum Bahnhof Pirschheide 3, 14471 Pots-dam, Tel 0331/951069315:00Weiterfahrt zum Ruder-Klub Werder (Havel), Werderwiesen 18 14542 Werder (Havel) Kontakt Tel: 03327/741-816 (12 km)18:00Fahrt zum HotelFreitag, 2.9.2022Ruderdistanz = 28 km8:00Abfahrt nach Werder8:30Fahrt von Werder über Ketzin nach Deetz 20 km13:00Anlegestelle in Deetz = 52.452483760151765, 12.76348791052658313:30Mittagspause Havelstübchen in Deetz, Zur Ziegelei 11, 14550 Groß Kreutz (Ha-vel), Telefon: 033207 545565 (Fußweg einfach ca. 1,5 km)15:30Abfahrt nach Ketzin (8 km)17:30Seesportclub Ketzin e.V., Tel.: 033233 – 80463, ssc-ketzin@web.de18:00Rückfahrt zum HotelSamstag, 3.9.2022Ruderdistanz 29 km8:00Abfahrt nach Ketzin8:30Abfahrt durch den Scrow-Paretzer Kanal- Fahrländer-see, Jungfernsee zur Hei-landskirche am Port von Sacrow (keine Pritsche, Sandstrand) (20 km)12:30Mittagspause im Gartenlokal Giardino, Am Meedehorn 2, 14469 Potsdam, Telefon 0331 27374570 und 01578 4638670 (Fußweg einfach ca. 1 km); anschließend Besichtigung Weltkulturerbe15:00Abfahrt zum Ruder Club Germania am Wannsee (9 km)18:00Rückfahrt zum HotelSonntag, 4.9.2022Ruderdistanz = 27 km8:00Abfahrt zum Ruder Club Germania am Wannsee9:00Abfahrt über den Wannsee zum Akademischen Ruderklub in Berlin-Spandau (11 km)12:00Rast13:30Weiterfahrt durch Klein-Venedig (Hauptgraben, Großer Jürgen Graben, Südhafen, Havel) zur Akademische Rudergesellschaft zu Berlin e.V. (5 km)14:30Kurze Rast bei der Akademische Rudergesellschaft zu Berlin15:00Rückfahrt über den Wann-see zum Ruder Club Germania (11 km)17:30Rückgabe der Boote18:00Fahrt ins HotelMontag, 5.9.2022Individuelle Heimreise B. Begleitprogramm Mittwoch, 30.08.2022Individuelle Anreise20:00Abendessen im Hotel, Besprechung des ProgrammsDonnerstag, 1.9.202210:00Besichtigung der Liebermann Villa (Wannsee) mit FührungSpaziergang zur Fähre Pfaueninsel (3,5 km)12:45Wirtshaus zur Pfaueninsel14:30ÜberfahrtRundgang Pfaueninsel16:30Überfahrt17:30- 18:30Rückkehr zum Hotel20:00Abendessen in der Gasthausbrauerei Meierei im Neuen Garten, Im Neuen Garten 10, 14469 Potsdam, Tel (0331) 704 32 11, Fax (0331) 704 32 13eMail: kontakt@meierei-potsdam.deFreitag, 2.9.202210:00- 12:00Besichtigung Potsdam: Historische Mitte – Alter Markt, Landtag & Alte Fahrt12:00- 14:00Gemeinsames Mittagessen im Cafe&Restaurant Barberini14:00- 15:30Führung durch das Museum BarberiniSpaziergang durch Potsdam zum Hotel zurück20:00Abendessen im Augusti-ner im Holländischen Viertel, Mittelstraße 1814467 Potsdam, Tel. +49 (0)331 – 200 99 -580, Fax: +49 (0)331 – 200 99 -588Email: info@augustiner-potsdam.deSamstag, 3.9.202210:00- 12:00Besichtigung Schloss und Park Sanssouci + Neues Palais12:00Mittagessen im Krongut Bornstedt14:00Treffpunkt Jägertor zur Führung: Jäger, Ulanen und russische Kolonisten17:00Rückfahrt mit Taxen zum Hotel20:00Abendessen im Potsdam Zur Historischen Mühle,14469 Potsdam, E-Mail: moevenpick-pots-dam@marche-int.com ,Tel. +49 331 28 14 93, Fax+49 331 281 49 50Sonntag, 4.9.2022Fahrt mit dem Taxi zum Schloss Cecilienhof, Im Neuen Garten 11, 14469 Potsdam10:00-13:00 (Abfahrt mit Taxen)Besichtigung Cecilienhof (Historische Stätte der Potsdamer Konferenz + Privaträume des Kronprinzenpaares)13:30Ankunft im Hotel14:00- 16:00Abfahrt vor dem Hotel, Anleger Lange Brücke, zur Schifffahrt über den Wannsee, Linienfahrt je 23 €20:00Abendessen im Restaurant Alter StadtwächterSchopenhauerstraße 3314467 PotsdamTelefon: 0331 / 90 37 41Fax: 0331 / 95 11 87 3E-mail: stadtwaechter@aol.comMontag, 5.9.2022Individuelle Heimreise

  • Years End Meeting 2021

    Hartmut opens the Year End Meeting 2021and welcomes the Rotarian friends. He is pleased to see the great interest in this meeting. He has also received some feedback on the invitation in the run-up today´s meeting from friends who are deployed in (veterinary-) emergency services implanting shoulder prostheses or notarizing contracts and therefore unfortunately cannot attend now. But …

  • Mit Kirchbooten durch das Weltkulturerbe

    1. Tag: Speyer Heute ist Sonntag, der 6. Mai 2019. Um 14:00 Uhr treffen wir uns in Speyer zu unserer Wanderfahrt anlässlich der Rotary International Convention in Hamburg. Insgesamt haben wir 27 Anmeldungen. Wir rudern mit Kirchbooten 200 km den Rhein hinunter bis Sankt Goar. Anne und ich befinden uns auf dem Weg nach Sankt Goar. Für uns fängt die Fahrt am Ende an. In Sankt Goar fahren wir zur Rampe, an der die Boote an Land gezogen werden. Dort sind wir mit Achim verabredet, der mit dem leeren Bootsanhänger nur wenige Minuten nach uns eintrifft. Auto und Anhänger werden geparkt und gesichert. Dann machen auch wir uns auf den Weg nach Speyer.In Sankt Goar zeige ich Anne noch das Bootshaus des Wassersportvereins. Wir haben überall Gepäckstransport von Hotel zu Hotel organisiert. Doch am Ende der Tour brauchen wir kein Hotel mehr. Dort wartet der Bahnhof für die Rückfahrt oder die Weiterfahrt auf uns. Und es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass Bahnhöfe eine Gepäckaufbewahrung haben. In St. Goar übernimmt diese Aufgabe die Tourist-Information – wenn sie denn geöffnet ist. „Das ist ein Feiertag“ hat man mir am Telefon erklärt. Doch ein Anruf bei der Vorsitzenden des Wassersportverein St. Goar 1924 eV hat dieses Problem gelöst. Selbstverständlich können wir unser Gepäck im Bootshaus des Vereins zwischenlagern. Danke! Wir halten noch kurz in Bacharach an der Anlegestelle des Bacharacher Ruderverein 1884 eV. In einer engen Kurve mit Sandbänken ist das Anlegen am Steg nicht ganz unproblematisch. Doch der Wasserstand ist hoch genug, um über die Sandbänke zu kommen. Begrüssung Gegen 13:00 Uhr treffen wir in Speyer ein. Mit uns kommen Judith und Paul aus Luzern, Paul aus Rosenheim, Maria aus Berlin. Bereits seit gestern sind Ionella und Valer sowie Liana und Sorin vom Rotary Club Blaj in Speyer.Das Begrüßungstreffen wird wegen des guten Wetters auf die Terrasse verlegt. Nach den organisatorischen Hinweisen erfolgt die Ausgabe der zu diesem Anlass bestellten IFoRR-Shirts an alle anwesenden Teilnehmer. Bevor uns Hans-Jürgen Große vom RC Speyer zum Dom bringt kurz noch mal durchzählen: Wir rudern morgen mit 21 Leuten plus 3 Nichtruderer macht 24. Paul aus Neuss kommt erst heute Abend. Wolfgang und Christoph aus Mainz kommen morgen früh. Passt! Stadtrundgang mit dem Rc Speyer Vor dem Dom treffen wir auf 3 Mitglieder des RC Speyer. Die Incoming Präsidentin Ute Bahrs war mein Ansprechpartner. Als Hausherr begrüßt uns der Dompfarrer Bender. Die Führung übernimmt Freund Münchbach, ein gelernter Jurist mit einem fast unerschöpflichen Wissen über Speyer und seine Geschichte. Der Dom zu Speyer Wir besuchen den Dom. Durch die Stadt geht es dann zum Judenbad. Und auf dem Weg zum Biergarten der Hausbrauerei Domhof passieren wir die herrlich barock ausgestattete Dreifaltigkeitskirche, die baugleich früher auch in Frankfurt gestanden hat und in der Goethe getauft wurde.Der Abschluss des Tages findet zusammen mit den Speyrer Freunden im Domhof statt. Der Rückweg zum Hotel führt uns am Technikmuseum vorbei. Der Trubel des Tages ist eine beleuchteten Stille gewichen. 2. Tag: Von Speyer bis Worms Wir starten in Speyer Montag 9:00 Uhr: Abfahrt zum neuen Bootshaus der Speyrer Rudergemeinschaft. Gestern Morgen haben Heidi und Achim das Neusser Boot Bolly schon zu Wasser gelassen. Mit Unterstützung von Norbert Herbel ist auch Charlie innerhalb kürzester Zeit im Wasser. Die Ruderer werden auf die Boote verteilt. Wir legen ab!Bevor wir in den Hauptstrom des Rheins abbiegen, werden noch einige Manöver im Altrheinarm gefahren. Mittagspause in Ludwigshafen Pünktlich erreichen wir gegen Mittag den Steg des Rudervereins Ludwigshafen, wo Harald als Vertreter der rotarischen Ruderer Riege Rhein-Neckar mit Frau Gabriele uns erwartet. Das im Bootshaus untergebrachte Restaurant hat heute Ruhetag, aber der Inhaber hat für uns dennoch eine warme Mahlzeit bereitet. Genügsam trinken wir das bereitgestellte Wasser. Haben die keinen Wein hier? Doch! Haben sie. Und geschmeckt hat er auch. Wir verlassen Worms Beschwingt geht es weiter Richtung Worms. Im Floßhafen suchen wir den Steg des 1. Wormser Schwimmclub Poseidon. Der Shuttlebus, der uns zum Hotel bringen soll, steht bereit. In der Lobby des Parkhotel Prinz Carl wartet bereits Freund Heigl vom RC Worms-Nibelungen, der uns durch die Stadt führen wird. Die kleine Gruppe der englischsprachigen Ruderer übernimmt Freund Bentz vom selben Club.Am Dom werden die Tribünen für die Nibelungenfestspiele aufgebaut. Der Judenfriedhof ist idyllisch gelegen mit seinen vielen alten Gräbern. Seit 1868 gibt es das Lutherdenkmal zur Erinnerung an den Reichstag zu Worms im Jahre 1521, auf dem Luther seine Thesen verteidigt hat. Ein Platzregen beendeten Rundgang. Besuch beim RC Worms Am Abend treffen wir uns mit Wormser Rotariern im Weingut des Präsidenten des Rotary Club Worms-Nibelungen Andreas Schreiber. Das Wetter hat sich beruhigt, aber Andreas hat vorsichtshalber im Haus eindecken lassen. Wir genießen die Gespräche mit zahlreichen Rotariern aus beiden Wormser Clubs und dem Rotaract Club Worms. Wir trinken hervorragenden Wein zu gutem Essen. Und wir sind begeistert vom indischen Inbound, der begierig alles Wissenswerte über Wein in Theorie und Praxis aufsaugt und an uns weitergibt! 3. Tag von Worms nach Mainz Wir legen ab und hören (auf) die Kommandos von Paul. Wer nach der kurzen Nacht noch nicht ganz wach war, der ist es jetzt. Hans-Jürgen wollte nur einen Tag mitrudern. Für ihn sitzt nun Wolfgang vom RC Simmern im Boot.Wir haben die längste Etappe vor uns. 35 km bis zum Mittagessen in Stecklers Restaurant am Strandbad von Oppenheim und danach nochmals 19 km bis Mainz. In Oppenheim ziehen wir die Boote aus dem Wasser auf den Strand und wundern uns über die Ruhe und die idyllische Lage. Oppenheim, im Mittelalter eine freie Reichsstadt am Rhein, ist weit weg. Der Rhein hat sich ein anderes Bett gesucht. Zum Essen ist im Haus gedeckt, hier hat es geregnet. Unverständlich, denn wir haben auf dem Rhein keinen Tropfen Wasser mitbekommen.Um 14:30 Uhr geht es weiter. Vorbei an Nierstein, der Rheininsel Langenau. Das Wetter bleibt trocken, doch kommt ein Gegenwind auf, der die letzten 7 Kilometer zur harten Arbeit werden lässt. Schlagartig hört der Kampf gegen die Wellen auf, als wir den Mainzer Winterhafen erreichen und zum Anleger am Bootshaus des Mainzer Rudervereins […]

  • Lahn 2019

    Die Schleuserbande, Helene Fischer und der Bischof von Limburg – eine Wanderfahrt auf der Lahn Dr. Wolfgang Litzenburger Wer eine Wanderfahrt macht, der kann etwas erleben, selbst wenn er auf der Lahn von Wetzlar bis Obernhof (98 Kilometer) unterwegs ist. 17 Ruderinnen und Ruderer aus 4 Rudervereinen sowie Mitglieder der „Internatio-nal Fellowship of Rowing Rotarians“ (IFoRR) oder einprägsamer: rudernde Rotarier, starteten am Freitagmorgen, dem 3. Mai 2019, am Parkplatz Bachweide in Wetzlar zu ihrer 3tägigen Tour auf der Lahn, begleitet von den Ehefrauen von vier Ruderern, die den Landdienst sicherstellten. Die Sterne, genauer die Wetterprognosen aller verfügbaren Apps, standen nicht gut. Voraus-gesagt waren Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich, Dauerregen – und dann auch noch keine Sonne. Um es kurz zu machen, die Prognosen waren von Freitag bis Sonntag samt und sonders falsch. Zwar war es wirklich kalt, aber bis auf wenige Minuten Nieselregen am Sonntag blieb es während der Tour trocken. Zudem schaute freitags die Sonne immer wieder zwischen den Wolken hervor. Auch sonntags wechselten Sonne und Wolken sich ab. Damit bestätigte sich wieder einmal die alte Regel, wonach „das Wetter am Bootshaus gemacht wird“ – und bei einer Wanderfahrt eben vor Ort am Fluss! Zwischen Wetzlar und Weilburg (27 Kilometer) mussten zahlreiche Stromschnellen überwunden werden, so dass die Steuerfrauen und –männer alle Hände voll zu tun hatten, um den Steinen auszuweichen und Schäden an den Booten zu verhindern. Das gelang allerdings weit-aus besser als die Selbstbedienung der ersten Schleusen. Bei den ersten Schleusen übernahm jeweils ein Ruderer allein das Schleusen von Hand – und lief sich dabei die Hacken wund. Er musste mehr um die Schleusenkammer herumlaufen als man sich dies vorstellen kann: rechtes Tor schließen, um die Kammer laufen, linkes Tor schließen, linken Schieber schließen, um die Kammer laufen, rechtes Tor schließen, auf der anderen Seite linkes Tor und Schieber schließen, um die Kammer laufen, rechtes Tor und Schieber schließen …. Bei so viel Laufarbeit dauerte das Schleusen im Handbetrieb jedes Mal fast 30 Minuten, bei 4 Schleusen bis Weilburg also eine erhebliche Verzögerung. Bei den späteren Schleusungen stiegen deshalb immer 2 Ruderer aus, und teilten sich die Arbeit. Am Ende schaffte es diese „Schleuserbande“ die Boote in weniger als 15 Minuten zu schleusen. In Weilburg wurde beim dortigen Ruderverein Station gemacht, bevor es durch den berühmten Schiffstunnel in die nächste Schleuse ging. Der Weilburger Schifffahrtstunnel ist der älteste und längste heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland. Der Tunnel selbst war zwar kein so aufregendes Abenteuer, wohl aber das Betätigen der äußerst schwergängigen Schleusentore der ersten Schleuse dahinter. Die Ru-derer warteten im feuchten und kalten Tunnel ungeduldig darauf, dasses den beiden „Schleusern“ letztlich mit vereinten Kräften gelang, das arg marode Schleusentor zur zweiten Kammer zu öffnen. Weiter fuhren die 3 Boote des Mainzer Ruder-Verein über verschiedene Stromschnellen zum Etappenziel nach Vilmar-Aumenau, einem Anlegeplatz für Kanus unmittelbar an einer Strom-schnelle. Das Anlanden gestaltete sich deshalb als eine echte Herausforderung für Steuerleute und Mann- bzw. Frauschaft und gelang nur, weil nicht wasserscheue Ruderer in das kalte Lahnwasser stiegen und selbst Hand an die Boote legten, um sie sicher und wohlbehalten ans Ufer zu ziehen.Die Wanderfahrer waren während der Tour in Limburg untergebracht, so dass alle gemeinsam zum dortigen Hotel fuhren. Abends wurde im Werner-Senger-Haus, dem ältesten Steinhaus von Limburg, zu Abend gegessen. Am nächsten Morgen regnete es prognosegemäß, doch wurde entschieden trotzdem weiterzufahren, allerdings erst eine Stunde später als vorgesehen. Eine gute Idee, wie sich herausstellte, denn bei Ankunft in Vilmar-Aumenau hörte es schlagartig auf zu regnen. Es sollte noch besser kommen. Denn entgegen sämtlicher Wetter-Apps regnete es den ganzen Tag nicht mehr! Für den Landdienst war, wie in Wetzlar und Weilburg zuvor auch schon, eine Führung durch die schöne Altstadt von Limburg mit seinen zahlreichen Fachwerkhäusern gebucht. An-gelangt am Domplatz wollten alle natürlich „die Badewanne von Tebartz-van Elst“ sehen. Leider war dies nicht möglich, doch begegnete den Teilnehmern der Bischof von Limburg Georg Bätzing, der gerade mit seinem Wagen das Bischofshaus verlassen wollte. Angesprochen, ob er zu einem gemeinsamen Foto bereit sei, sagte er selbst-verständlich, stieg wieder aus, fragte nach dem Woher und Wohin stellte sich zum Gruppenfoto (oben rechts) auf. Danach verabschiedete er sich von uns sehr freundlich und fuhr mit seinem kompakten Dienstwagen davon. Nach dieser Begegnung der besonderen Art konnte nichts mehr schief gehen! Viel Zeit blieb dem Landdienst in Limburg jetzt nicht mehr, weil er nach Dietkirchen zur Zwischenetappe an der Lubentiuskirche musste. Für ein Picknick im Freien war es leider zu kalt. Deshalb hofften alle, sich in der dortigen, malerisch unterhalb des Felsen mit der Kirche gelegenen Gaststätte „Altes Fährhaus“ aufwärmen zu können. Doch war die Enttäuschung groß als die Tür verschlossen war. Wie Hänsel und Gretel im gleich-namigen Märchen klopfte einer der Ruderer ans Häuschen. Und siehe da, die Tür ging auf und Helene Fischer schaute heraus. Auf die Frage, ob wir reinkommen dürften, sagte sie zwar ja, doch es gebe nur etwas zu trinken – und außerdem schimpfte sie, gehöre es sich nicht, bei ihr unangemeldet mit einer Gruppe von 20 Personen aufzutauchen. Diese Helene Fischer war zwar auch atemlos, aber nur wegen ihres hohen Alters von 84 Jahren. DieseGaststätte wird von ihr übrigens seit 54 Jahren betrieben, mittlerweile aber mehr nach dem Lustprinzip. Zunächst hatte sie keine große Lust, doch einer Ruderin mit einschlägiger Serviceerfahrung gelang es, ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie trat also kurzzeitig in die Dienste der Gastwirtin und nahm die Bestellungen der Teilnehmer nach dem Prinzip „Frolleinsche, ein Pils bitte“ … entgegen. In der Zwischenzeit hatten sich im Vorratskeller auch noch (sehr gute) Bockwürste und Fleischwurst gefunden, die warm gemacht allen wunderbar schmeckten. Die Abrechnung aller Bestellungen übernahm wieder die weibliche Servicekraft des Mainzer Rudervereins, wobei die Summe im allseitigen Einvernehmen deutlichst nach oben aufgerundet wurde. Helene Fischer fand die „Gage“ wohl etwas zu hoch und entschied, dass 20 € in das Sparschwein für die Bärenherzstiftung gehörten. Zum Abschied taute sie vollends auf und „Hänsel“, der wagemutig ans Häuschen geklopft hatte, wurde auf beide Wangen geküsst. Ob ihm die bekanntere Helene Fischer lieber gewesen wäre, entzieht sich […]

  • Inn und Chiemsee 2017

    Treffen vom 29.09. bis 02.10.2017 Inn und Chiemsee      1. Tag: Von Rosenheim nach Wasserburg – ein Ruderereignis auf dem Inn Samstag, 30. September 2017, 6.30h Aufstehen in freudiger Erwartung!Heute ist der erste Tag eines verheißungsvollen Drei-Tage-Ruderns der „International Fellowship of Rowing Rotarians“, einer noch jungen Vereinigung rudernder Rotarier, die Sport, Naturerleben und rotarische Freundschaft vereint. Nachdem am Vorabend beim gemeinsamen Abendessen die Details und Organisationsschritte für die nächsten drei Tage besprochen wurden und bis Mitternacht noch die Letzten der Teams in Rosenheim angekommen waren, kann es nun losgehen!7 Uhr Frühstücken, ein letztes Richten der notwendigen Utensilien und dann geht es zum Bootshaus des Rosenheimer Ruderclubs. Dies darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Realisierung dieser Ruderfahrten auf dem Inn bereits über viele Monate akribische Vorbereitungen erfahren hatte, so einerseits durch den Freund Paul Geisenhofer vom RC Rosenheim-Innstadt vor Ort, sowie die Freunde Hartmut Jaeger und Wolfgang Litzenburger vom RC Mainz, die die Koordination für die Mitglieder der Fellowship übernahmen. Beeindruckend für die „auswärtigen“ Ruderer verschiedener Ruder- und Rotary Clubs aus Mainz, Worms, Darmstadt, Simmern, Frankfurt und Prien waren das wunderbare, sehr gut ausgestattete und gepflegte Boots- und Ruderhaus am Ufer der Inn. Der noch relative junge Ruderclub hat dies mit viel Engagement und Eigenarbeit erstellt, viele der Ruderboote wurden „second hand“ liebevoll überarbeitet und den auswärtigen Ruderern großzügig und gut vorbereitet zur Verfügung gestellt. Nach den üblichen Präparationen der Boote konnten dann mit speziellen „Boots-Transportgestellen“ vier Gig-Boote an die nördliche Begrenzung der Rosenheimer Staustufe gebracht und dann zu Wasser gelassen werden. Da der Inn im Gegensatz zum Rhein, auf dem die meisten der Gäste in der Regel rudern, mit vielen Staustufen versehen ist, wurden auch zwei dieser „Transportgestelle mit den Booten mitgeführt. Vielleicht erklärt dies auch, warum uns an den folgenden zwei Tagen auf dem Inn keinerlei anderen Boote – weder Ruderboote noch Kanus – begegneten. Die Transporte der Boote um die jeweiligen Stauwerke sind mehrfach am Tag erforderlich und durchaus anspruchsvoll, da die Stellen zum Aus- und Einsteigen bzw. Ruderboot herausheben und Ablegen recht komplex sein können. Andererseits wurden diese Aktivitäten belohnt durch die wundervolle, einsame und stille Natur, die der Inn ohne jegliche weitere Schiffsaktivität bietet. Wenige Flüsse in Deutschland wirken so wenig besiedelt und naturbelassen wie der Inn, auch zwischen zwei kleineren Städten wie Rosenheim und Wasserburg. Das „Rudergefühl“ war geprägt vom freundschaftlichen und zugewandten Umgang rotarischer Freundinnen und Freunde, die sich teilweise hier erstmalig begegneten. Gerade wenn der „Ruder-Rhythmus“ so richtig fliessen konnte, entstand auch eine „Begeisterung im Moment“, die „Mono-Sportarten“ nicht bieten können. Das Beobachten von Störchen und Reihern beim Gleiten über den Inn hatte dann noch einen besonderen Zauber inne. Der Samstag war geprägt von 32 geruderten Kilometern, aber durchaus unterbrochen von geselligen Pausen, wie auch einer Mittagsjause im Fischerstübel unterhalb des Klosters Attel. Wenn auch dessen offizielle Adresse „Elend 1“ lautet, so war die Stimmung der IFFoR-Truppe unter den Rotarierinnen und Rotariern ausgelassen und begeistert. Die Ankunft am Abend im Ruderverein Babensham-Wasserburg war obligat mit dem Präparieren der Boote, Sculls und Utensilien für die Nacht verbunden, denn am Sonntag früh sollte es ja von hier aus gleich weiter den Inn nach Norden gehen.Der Abend selbst wurde dann in der prächtigen historischen Altstadt von Wasserburg verbracht und beim geselligen Abendessen konnte der Tag nochmals im Gespräch durchlebt werden, bevor man dann sich schon wieder auf den nächsten Rudertag freuen durfte. Jochen BlumRC Mainz Bootshaus am Inn Abends am 30.09.2017 konnten wir uns in Wasserburg im gemütlichen Kreis der 18 aktiven und 5 passiven Ruderer(Innen) stärken und die fantastische Atmosphäre der Altstadt genießen.Am Morgen des 01. Oktobers machten wir unsere 4 Ruderboote ( 2 Doppel – Vierer; 1 Vierer mit Steuermann; 1 Zweier mit Steuermann) startklar. Wir hatten am Abend zuvor dankenswerterweise unsere gesamte Ruderausrüstung im Ruderclub Babensham-Wasserburg lagern dürfen und konnten die tolle Gastfreundschaft genießen. Die Strömung hat es in sich, das Wetter sah anfangs recht trübe aus, doch wurden wir belohnt! Praktisch ohne Regen erlebten wir die unberührte Natur, ohne Schiffe, Motorboote etc. Tatsächlich begegneten wir keinem einzigen Boot und wurden eins mit der Natur wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist…… Der an diesem Rudertag neu zusammengesetzte Riemen – Vierer – Mit beim Ablegen. Die beeindruckende Landschaft vom Inn aus betrachtet quasi vor der Haustür bei spiegelglattem Wasser…aufgenommen von Dagmar Gillmann-Blum aus Mainz als sie den Do-Vierer steuerte:Wolfgang Blumschein – RC Wiesbaden-Rheingau,Simone Emmelius – RC Mainz-Aurea Moguntia,Klaus Willimczik – RC Darmstadt-Kranichstein,Walter Müller – RC Worms-Nibelungen im Bug verdeckt Hier bei der kleinen Mittagspause nach dem Umtragen der Boote am Wehr Gars am Inn Das Ablegen gestaltete sich recht anspruchsvoll. Zunächst musste ein großer Stein aus dem Weg geräumt werden, damit die Boote bei der sehr starken Strömung nicht Gefahr liefen leckzuschlagen. Mit vereinten Kräften konnten wir auch diese Herausforderung meistern. Hier, wie auch auf der gesamten Fahrt, stand das Miteinander und der TEAM-Geist im Mittelpunkt dieser Wanderfahrt! Ein sehr gelungenes Gemeinschaftserlebnis, das alle Tugenden des Rudersports und des Rotarischen Geistes bestens mit einander verknüpfen konnte. Damit ist dieser Ausflug ein hervorragendes Beispiel wie die sehr junge “International Fellowship of Rowing Rotarians” (IFoRR) aktiv tätig ist. Ein beeindruckender Rudertag nahm nach ca. 30 km sein Ende in Jettenbach, die Boote wurde verladen und zurück in den Rudersport-Club Rosenheim e.V. gebracht, gewaschen, aufgeriggert und wieder ordentlich im Bootshaus verstaut… Dem Verein gilt unser besonderer Dank!!! Unsere Inn-Ruderstrecke von Rosenheim über Wasserburg nach Jettenbach 30.09.-01.10.2017 Hier überreicht Freund Hartmut Jaeger Rotary Club Mainz sowie vom Mainzer Ruderclub und Gründer der IFoRR an Freund Paul Geisendorfer RC Rosenheim-Innstadt den Rotarywimpel. Am Abend trafen wir uns alle zum gemütlichen Abendessen im “Hirzinger” in Söllhuben. Dort wurde der Hauptorganisator Paul Geisendorfer vom Rudersportlub Rosenheim, der alle Boote zur Verfügung gestellt hat, für Proviant und die Ausarbeitung der Ruderstrecke gesorgt hat, besonders gewürdigt. Hans Wolfgang BlumscheinRC Wiesbaden-Rheingau      3. Tag Ein neues Revier: Der Chiemsee in Sonnenschein – Montag, 1. Oktober und letzter Tag Nach einer Nebelfahrt entlang des – unsichtbaren – Simssees erreichen wir den Ruderclub Chiemsee, der unweit des Erlebnisschwimmbads „Prienavera“ sein Bootshaus besitzt. Erbaut […]

  • Rudertreffen 2017 in Mainz

    Mitgliederversammlung und Besuch des Mainzer Weinmarkts am 25. August 2017 Trotz des frühen Termins trafen sich neun Mitglieder der Fellowship zum Rudern vor der Mitgliederversammlung. Bei gutem Wetter querten wir den Rhein und ruderten im Altrheinarm “Acker”. Über die Mitgliederversammlung gibt es ein gesondertes Protokoll.Nach der Mitgliederversammlung stand der Besuch des Mainzer Weinmarkts auf dem Programm. Doch es regnete so sehr, dass niemand wagte, das Bootshaus zu verlassen. Also haben wir im Bootshaus zu Abend gegessen. Erst nach 21:00 Uhr hörte der Regen auf. Auch wenn sich die Anzahl der Freunde reduziert hatte, ging es dann doch noch zum Weinmarkt im schönen Ambiente des Mainzer Volksparks. Hartmut Jaeger

  • Anrudern 2017

    Rund um den Kühkopf

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