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Mecklenburgische Seenplatte 2026: Paradies für Ruderer

    Mecklenburgische Seenplatte 2026: Paradies für Ruderer

    Die Ruderwanderfahrt 2026 führte die Mitglieder von IFoRR in eine der schönsten Wasserlandschaften Deutschlands – auf die Mecklenburgische Kleinseenplatte. Das Gebiet zwischen Mirow, der Müritz und Rheinsberg wird nicht ohne Grund als „Land der tausend Seen“ bezeichnet. Unzählige große und kleine Seen sind durch Kanäle und natürliche Wasserläufe miteinander verbunden und bilden ein einzigartiges Revier für Wanderfahrer. Glasklares Wasser, ausgedehnte Wälder, Seerosenfelder und eine nahezu unberührte Natur machten diese Fahrt zu einem besonderen Erlebnis.

    Ausgangspunkt aller Rudertouren war Mirow. Die Boote wurden vom Ruderverein Blau-Weiß Mirow ausgeliehen, dessen beeindruckender Bootspark historische Gigboote aus mehreren Jahrzehnten umfasst. Unterkunft war die Alte Schlossbrauerei auf der Mirower Schlossinsel, deren idyllische Lage direkt am See sowie die außergewöhnliche Gastfreundschaft des gesamten Hotelteams wesentlich zum Gelingen der Woche beitrugen.

    Dienstag, 16. Juni 2026

    Individuelle Anreise

    Die Teilnehmer reisten individuell nach Mirow an und bezogen ihre Zimmer in der Alten Schlossbrauerei. Das Hotel war während unseres Aufenthalts nahezu vollständig von unserer Gruppe belegt. Die herrliche Lage direkt am See lud bereits am Ankunftstag zum Baden und Verweilen ein.

    Am Abend trafen sich alle Teilnehmer erstmals zum gemeinsamen Abendessen im Hotelrestaurant. Dabei wurden die kommenden Rudertage besprochen, Mannschaften eingeteilt und erste Kontakte geknüpft. Die Vorfreude auf die bevorstehenden Touren war bei allen deutlich spürbar.

    Mittwoch, 17. Juni 2026

    Durch Seerosenfelder zum Bolter Kanal

    Nach der Bootsübernahme beim Ruderverein starteten drei Gig-Doppelvierer zur ersten Wanderfahrt.

    Die Strecke führte zunächst über den Mirower See, dessen ausgedehnte Seerosenfelder sofort die landschaftliche Schönheit des Reviers erkennen ließen. Anschließend ging es über das Granzower Möschen, den Großen Kotzower See und den Leppinsee weiter in Richtung Müritz-Nationalpark.

    Nach einer kurzen Rast erreichten wir über den Woterfitzsee und den Caarpsee den Bolter Kanal. Ziel war „Fischers Land Boek“, wo frische Fischbrötchen und Räucherfisch auf die hungrigen Ruderer warteten. Besonders erfreulich war das nahezu zeitgleiche Eintreffen der Teilnehmer des Landprogramms sowie der Radfahrerin Gabriele, sodass sich alle gemeinsam stärken konnten. Bei schönem Wetter genossen wir die gemütliche Atmosphäre und den herrlichen Blick über die Fischteiche.

    Am Nachmittag ruderten wir auf derselben Strecke zurück nach Mirow. Den Tag ließen wir beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Uferklang“ direkt am See ausklingen.

    Donnerstag, 18. Juni 2026

    Zum Schwarzen See

    Die zweite Etappe führte über den Zotzensee, den Mössensee und den Vilzsee in Richtung Schwarzer See.

    Den ursprünglich vorgesehenen Rastplatz in Fleeth fanden wir nicht, sodass kurzfristig am Strand von Diemitz pausiert wurde. Von dort setzte die Gruppe ihre Fahrt über den Zethner See bis zum Schwarzen See fort.

    Am Badestrand bei Schwarz warteten bereits Gabriele und Ralf, die das Tagesziel mit ihren Fahrrädern erreicht hatten. Nach einem gemeinsamen Imbiss blieb genügend Zeit zum Ausruhen und Genießen der herrlichen Landschaft, bevor die Rückfahrt nach Mirow begann.

    Beim gemeinsamen Abendessen im Strandhotel Mirow wurde bereits ein erster Abschied vorbereitet. Da Gabriele, Harald und Hartmut die Gruppe am Samstag verlassen würden, dankte Simone als Präsidentin von IFoRR gemeinsam mit allen Teilnehmern bereits an diesem Abend Wolfgang für die hervorragende Organisation der Wanderfahrt, Dorothee für die sorgfältige Planung des Landprogramms. Dagmar dankte wiederum der Präsidentin Simone für ihre engagierte Leitung der rotarischen Fellowship IFoRR.

    Freitag, 19. Juni 2026

    Über die Mirower Schleuse zur Kleinen Müritz

    Der dritte Tag führte erstmals durch eine Schleuse.

    Nach dem Ablegen erreichten wir bereits nach kurzer Zeit die Schleuse Mirow und setzten anschließend unsere Fahrt auf der Müritz-Havel-Wasserstraße fort. Über den Stumpfsee ging es bis zur Kleinen Müritz.

    Der Tag war von großer Hitze geprägt. Zahlreiche Trinkpausen sorgten dafür, dass alle Teilnehmer die Belastung gut bewältigten und dennoch pünktlich zur Öffnung des Restaurants „Hafenmöwe“ am Badestrand eintrafen. Kurz nach unserer Einkehr zog ein kleiner Regenschauer über das Gebiet hinweg, sodass wir genau das richtige Zeitfenster erwischt hatten.

    Auf der Rückfahrt hatten wir weniger Glück. Vor der Mirower Schleuse mussten wir fast eine halbe Stunde warten – bei hochsommerlichen Temperaturen und nur sehr wenig Schatten. Trotz dieser kleinen Verzögerung erreichten wir am Abend wieder den Ruderverein und ließen den Tag im Restaurant „Blaue Maus“ gemütlich ausklingen.

    Samstag, 20. Juni 2026

    Gelungener Abschluss mit Streichtrio-Konzert

    Für den letzten Rudertag war ursprünglich eine Fahrt über die Schleuse Diemitz bis zum Labussee vorgesehen.

    Die hohen Temperaturen machten jedoch eine kurzfristige Änderung notwendig. Auf die Schleusendurchfahrt wurde verzichtet, ebenso auf den Labussee. Stattdessen führte die Tour über den Vilzsee bis zur Fleether Mühle, einer Umtragestelle zum Rätzsee.

    Im Biergarten des dortigen Wanderfahrtenhotels wurde eine längere Erholungspause eingelegt. Durch die verkürzte Route reduzierte sich die Tagesstrecke auf lediglich 19 Kilometer.

    Bereits gegen 14 Uhr waren wir wieder beim Ruderverein zurück. Dort wurden die Boote gereinigt und an den Ruderverein Blau-Weiß Mirow zurückgegeben. Als Erinnerung überreichten wir Mischa die Wimpel von IFoRR und des Mainzer Ruder-Vereins.

    Bis zum Abendkonzert im Schloss Mirow nutzten viele Teilnehmer die freie Zeit für ein erfrischendes Bad im See.

    Den Abschluss der Wanderfahrt bildete das gemeinsame Abendessen in der Alten Schlossbrauerei.

    Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der äußerst unterhaltsame Vortrag des Hotelchefs. Mit viel Humor und großer Begeisterung erzählte er die Geschichte Mirows und zeigte eindrucksvoll, welche weltgeschichtliche Bedeutung die kleine Residenzstadt einst hatte. So erinnerte er an Charlotte von Mecklenburg-Strelitz – das „Lottchen aus Mirow“ –, die als Ehefrau König Georgs III. Königin von Großbritannien wurde. Ebenso stammt Therese von Sachsen-Hildburghausen, die spätere Gemahlin König Ludwigs I. von Bayern, aus dieser Region.

    Anschließend führte er die Gruppe in den rund 250 Jahre alten Eiskeller der ehemaligen Schlossbrauerei. Dort veranstaltet er heute Theateraufführungen und Zaubervorstellungen. Seine lebendige Erzählweise und sein großes Engagement machten deutlich, wie viel engagierte Menschen zur Entwicklung dieser wunderschönen Region beitragen können.

    Sonntag, 21. Juni 2026

    Individuelle Heimreise

    Nach dem Frühstück traten die Teilnehmer individuell die Heimreise an. Hinter allen lagen fünf abwechslungsreiche Tage voller sportlicher Herausforderungen, beeindruckender Naturerlebnisse und vieler gemeinsamer Stunden auf und am Wasser.

    Die Mecklenburgische Seenplatte erwies sich einmal mehr als eines der schönsten Wanderreviere Deutschlands. Hervorragend organisierte Rudertouren, ein abwechslungsreiches Landprogramm und die herzliche Gastfreundschaft in Mirow machten diese IFoRR-Wanderfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

    Geruderte Strecken

    DatumStreckeKilometer
    17.06.2026Mirow – Bolter Kanal – Mirow26 km
    18.06.2026Mirow – Schwarzer See – Mirow29 km
    19.06.2026Mirow – Kleine Müritz – Mirow24 km
    20.06.2026Mirow – Fleether Mühle – Mirow (geänderte Strecke)19 km

    Summe der geruderten Strecke: 98 Kilometer