Donau Wanderfahrt vom 5. bis 8. Oktober 2018      

Die Idee zu einer Wanderfahrt auf der Donau hatte Paul und damit natürlich auch die Verpflichtung zur Organisation. Paul nahm Kontakt zum Ruderclub Regensburg auf, dessen Fahrtenleiter uns nach Kräften unterstützte, auch als wir überwiegend aus gesundheitlichen Gründen nur noch halb so viele waren wie bei der ursprünglichen Anmeldung.
Treffpunkt am Donnerstagabend war der Gasthof Reisinger außerhalb von Straubing, wo ein Teil unserer Ruderer untergebracht war. Leider hatte auch Paul aus gesundheitlichen Gründen – die 100-jährige Mutter musste operiert werden – absagen müssen. Umso wichtiger war die gute Kommunikation mit den Regensburgern.


1. Tag: Von Regensburg bis Straubing (58 Kilometer)

Frühmorgens ging‘s dann zur 1. Etappe nach Regensburg. Nur die Hälfte unserer Gruppe stieg mit den Regensburgern ins Boot. Die andere Hälfte und die nicht rudernden Ehefrauen besichtigten zunächst Regensburg.

Dann ging es zum Treffpunkt. Eine Kiesbank hinter der Geißlinger Schleuse war ausgemacht. Mit Hilfe von Google Earth war die Kiesbank kaum gefunden, da kam schon der Anruf: Wir schleusen! Oberhalb der Kiesbank gab es sogar einen Tisch mit Bänken, auf dem das Picknick ausgebreitet werden konnte. Essen und Trinken - natürlich auch ein rheinhessischer Wein – waren vorbereitet, als unsere Ruderer anlandeten. Stilgerecht wurde der Wein in Gläsern serviert bis der eigentlich reichlich bemessene Vorrat ausgetrunken war.
Im Ruderclub Straubing kamen wir dann alle wieder zusammen. Beim Abendessen in einer urigen Gaststätte in Straubing kamen dann auch die Regensburger dazu.

Nun wechselte die Besatzung und die nächsten 30 km bis Straubing begannen, während sich die, die ihr Tagespensum bereits erfüllt hatten oder nicht zu erfüllen brauchten, auf den Weg zur Walhalla begaben.



2. Tag: Von Straubing nach Deggendorf (32 Kilometer)

Am nächsten Tag fand die Regatta Straubing - Deggendorf statt. Gerudert wird mit Gig-Booten Vierer mit Steuermann. Gefahren wird auf Zeit, wobei aufgrund der komplizierten Bewertung von Alter und Geschlecht der schnellste nicht unbedingt der Sieger ist. Man kann an der Regatta aber auch teilnehmen, wenn man ohne Zeitwertung fahren will. Dann kommt man in die Clubwertung. Je mehr Boote und mehr Kilometer desto besser ist das für die Vereinswertung. Günter hatte uns deshalb unter Regensburg angemeldet. Einverstanden? Klar! Für uns war es eine wundervolle Fahrt über eine ruhige Donau mit wenig Schiffsverkehr aufgrund des niedrigen Wasserstandes. Die Siegerehrung fand bei strahlendem Wetter in Deggendorf statt. Wir machten noch ein Foto vom Deggendorfer Ruder Club für Konrad, der aus gesundheitlichen Gründen absagen musste und sich daran erinnerte, dass er in Deggendorf seine letzte Regatta gerudert ist.


3. Tag: Von Deggendorf nach Vilshofen (28 Kilometer)

Am nächsten Morgen waren wir erstaunt, dass die Weiterfahrt auf der Donau in Begleitung einiger Boote nicht nur aus Regensburg, sondern unter anderem auch aus Nürnberg und Bregenz fortgesetzt werden konnte, die am Vortage auch bei der Regatta teilgenommen hatten. Wir ruderten los und das schöne Wetter war vorbei. Mit jedem Schlag wurde der Regen stärker. Wir kürzten die Pausen ab und waren bereits gegen Mittag durchnässt am Steg des Ruderclubs Vilshofen, unsere Endstation. Während wir auf verbotenen Wegen – quer über das Ende der Rollbahn – zum nahe gelegenen Flughafen-Restaurant strebten, übernahmen unsere Frauen die Fahrten zurück nach Deggendorf zum Abholen der Autos und des Vereinsbusses mit dem Bootsanhänger. Die bereits abgeriggerten Boote wurden verladen und es hieß Abschied nehmen von der Donau und von neu gewonnenen Freunden. Danke!

Hartmut Jaeger